MEMOARRR! : Memory auf hoher See

Memoarrr! mit drei R ist Memory, wenn ein letztsilbenignorierender Pirat es aussprechen würde. Und in etwa genau das bekommt man hier auch geboten. 24 Karten liegen verdeckt vor mir, die drei vor meiner Nase durfte ich mir geheim ansehen. Der Mitspieler vor mir hat einen Pinguin mit gelbfarbigem Sandhintergrund aufgedeckt. Meine Aufgabe: eine Karte auswählen, die passend zur Vorkarte einen Pinguin zeigt oder gelbfarbig ist. Ich muss raten (sehr oft im Spiel, weil mein Gedächtnis mich im Stich lässt) oder weiß genau wo sowas liegt (weil mein Gedächtnis so super ist) oder muss raten (weil ich es noch gar nicht wissen kann). Wer einen Fehler macht, fliegt aus der aktuellen Runde und muss kurz warten, bis nur noch ein Spieler im Rennen ist. Dieser erhält eine Schatzkarte, auf deren Rückseite 1 bis 4 Rubine zu sehen sind. Wer am Ende die meisten Rubine hat, gewinnt. Im Vergleich zu Memory werden hier die Karten nicht abgeräumt, sodass man sich optimalerweise alle Karten einprägen sollte, denn die Position dieser wird im gesamten Spielverlauf nicht geändert. Dadurch ergeben sich manchmal Aufdeckketten, also die gleichen Karten werden nacheinander erneut umgedreht, da sie bereits in einer vorigen Runde bekannt waren.

Erklärungskarten unterstützen optisch die Spielregeln

Die Grafik spricht mich an und erschwert dabei nicht meine Merkfähigkeit – damit meine ich, die Tiere und die Farben sind deutlich zu unterscheiden und lenken nicht ab. Personen, die eine Herausforderung suchen, können mit Sonderregeln spielen. Die Tiere lösen dann noch unterschiedliche Aktionen aus. Besonders interessant wird es, wenn mehrere Runden hintereinander gespielt werden. Dann verschwimmen in meinem Kopf die Positionen der Karten: lag der blaue Pinguin hier oder war das in der letzten Runde? Das Piratenthema im Spiel erschließt sich mir nicht – vielleicht wollte man damit den Namen für das Spiel begründen. Hier wäre es meiner Meinung nach geschickter gewesen, einen anderen Titel zu wählen. Ich habe den Eindruck, dass mit diesem schon meine Merkfähigkeit auf die Probe gestellt werden soll.

Schöne Optik und die Karten auch

Memorrr! macht alles richtig und ich würde es einer klassischen Memoryrunde stets vorziehen. Mehr als ein Memoryersatz ist es allerdings nicht und mehr will es auch nicht sein.

Ein Kommentar

  1. Das klang bei den Bretterwissern ganz interessant und scheint mir den nötigen Twist ins klassische memory zu bringen. Aber viel öfter würde ich das dann wohl trotzdem nicht spielen 😀

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