ER #017 : MÜNCHEN ESCAPE GAME – Das Endzeitlabor

Escape Game hat sich in München inzwischen weit ausgebreitet und so liegt der Raum „Endzeitlabor“ etwas abseits der gut öffentlich erreichbaren Orte. Nach unserer Ankunft werden wir in einen Warteraum geführt und erhalten eine knappe Einführung. Wir befinden uns im klassischen Endzeitszenario: Zombies durchstreifen die Welt und ein Professor, der natürlich unauffindbar ist, hat ein Antiserum entwickelt. Wir müssen es herstellen, indem wir in sein Labor geschickt werden und dort allerlei Dinge anstellen müssen.
Anschließend betreten wir den dunklen Startraum und es beginnt mit einer Lautsprecheransage. Diese Ansagen waren kaum zu verstehen und so begann es schon sehr seltsam und verwirrend für uns.
Die Gestaltung des Raumes ist passend düster und erst durch einen Hebel, wird etwas Licht in den Raum gebracht. Nach einiger Zeit wird es wieder dunkel und dann muss der Hebel erneut umgeklappt werden. Dieses Element nervte, denn es unterstützte weder die Geschichte, noch ist damit ein Rätsel verbunden.
Wir fanden gleich zu Beginn einen relativ offen ausliegenden Gegenstand, den wir nicht einordnen konnten. Da er zu Beginn aber auslag, versuchten wir diesen einzusetzen, doch er musste erst viel später verwendet werden. Dadurch kamen wir auch nie so richtig in das Abenteuer hinein, zumal die Lautsprecheransagen, die die Geschichte tragen sollten, sich überlagerten und dadurch noch schwieriger zu verstehen waren.
So langweilig wie die Geschichte klingt, ist sie dann leider auch, denn Storytwists sind nicht zu erwarten. Technisch kann man dem Raum wenig vorwerfen. Es gibt viele ausgeklügelte Gimmicks und die Ausstattung der Rätsel sind auf einem hohen Niveau. Die Rätsel an sich tragen aber die Geschichte nicht, zumindest wurde es uns oft nicht klar, was diese mit der Geschichte zu tun haben sollen. Außerdem war ein „Rätsel“ dabei, dass uns über 10 Minuten gekostet hat, wobei uns völlig klar war, wie es zu lösen ist. Da fehlte uns das nötige Talent.
Ein Spieler sitzt übrigens am Computer und muss von dort Anweisungen geben und eigene Dinge erfüllen. Dazu gehört auch, dass er ein „Computerspiel“ absolvieren muss. Eine singuläre Aufgabe, gerade am Computer, passt für mich nicht in die Erlebniswelt eines Escaperooms.
Das Finale war etwas unspektakulär – wir waren uns nicht sicher, ob es schon vorbei ist.
Insgesamt lief in diesem Raum in meinen Augen einiges schief. Uns allen ging es so, dass wir selten wussten, was als nächstes zu tun ist. Eine strukturierende Gliederung wäre hier wünschenswert gewesen. Die Lautsprecheransagen müssen verständlich werden, die Spieler müssen mehr eingebunden werden und die Rätsel müssen die Geschichte besser tragen. So wirkt vieles isoliert und die Gesamtzusammenstellung hat für uns nicht funktioniert. Schade, denn von dem Anbieter sind wir besseres gewohnt!

Bewertung (von max. 10 Punkten):
Atmosphäre: 5 (Stimmen, die die Geschichte erzählen schwer verständlich)
Technik: 8 (einige technische Spielereien)
Rätsel: 6 (Rätsel tragen die Geschichte nicht gut)
Sauberkeit/Abnutzung: 9 (alles in bester Ordnung)
Personal: 7 (freundlich, etwas gehetzt)
Persönliche Gesamtbewertung: 4 (Der Raum funktionierte für uns leider nicht gut.)

Ein Kommentar

  1. Eieiei, das klingt ja gar nicht gut. Aber rein aus statistischen Gründen müsst ihr ja hin und wieder auch mal Räume dabei haben, die nicht so toll sind. Von daher 🙂

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